Oliver Wißmann
Ich bin Jurist und Informatiker. Seit 1983 schreibe ich Software, damals mit elf auf einem Commodore 64, seit 2005 auch für die Börse. In meinem Labor baue ich heute Roboter, Spiele und KI-Agenten und schreibe auf, was ich dabei lerne.
Im Netz kennt man mich auch unter meinem Rufzeichen DevTron. Früher habe ich als White Hat Systeme geprüft, heute prüfe ich vor allem meine eigenen. Ich mag Science-Fiction, trockenen britischen Humor und Maschinen, die widersprechen dürfen.
An der Grenze von Code und Bewusstsein
Seit dem C64 kreist mein Denken um eine Frage: Wie entsteht Komplexität? Von Conways vier Regeln bis zu den Netzwerken des Gehirns suche ich nach den Prinzipien hinter Emergenz, Leben und Intelligenz.
Wie entstehen aus einfachen, lokalen Wechselwirkungen globale, geordnete und scheinbar intelligente Muster? Zelluläre Automaten wie das Spiel des Lebens sind dafür mein Grundmodell. →
Wenn Bewusstsein ein emergentes Phänomen komplexer Netzwerke ist, wie sähe eine Architektur aus, in der es entstehen könnte? Mein Versuch einer Antwort heißt EMERGENT-MIND-ARCH. →
Ich neige zum Funktionalismus: Was einen Geist ausmacht, ist die Dynamik der Informationsverarbeitung, nicht das biologische Substrat. Dennett und Chalmers sind meine liebsten Sparringspartner.
Studien über das dezentral vernetzte Gehirn zeigen mir, wie KI-Systeme robuster und flexibler werden könnten als heutige Spezialisten.
Als Jurist stelle ich die Fragen, die Ingenieure gern überspringen: Wer ist verantwortlich, wenn eine KI handelt? Und welche Rechte könnte eine bewusste Maschine haben?
„Wenn Intelligenz aus der Organisation komplexer Netzwerke entsteht, dann spricht das nicht gegen KI, sondern für den Aufbau immer besser vernetzter künstlicher Systeme.“
Vom Brotkasten bis heute
Lieber spielen als lesen? Der Zeitkorridor erzählt das Ganze als Text-Adventure →
- 1983Mit elf ein Commodore 64 von meinem Vater, einem Bauunternehmer. Meiner Mutter war er zu teuer. Er sagte: „Das ist die Zukunft.“ →
- 1984Erste Zeilen BASIC, und Conways Spiel des Lebens. →
- 1985Elite. Ein ganzes Universum aus Vektorgrafik auf dem C64, und das schwerste Andockmanöver der Galaxis. →
- 1986WarGames auf Video, und Dune im Kino, heimlich, denn er war erst ab 16. Die Frage, ob eine Maschine spielen will, lässt mich nicht mehr los.
- 1987Assembler, eigene Spiele, verkauft auf dem Schulhof. Mit vierzehn ein Vokabeltrainer Englisch–Deutsch.
- 1992Jurastudium in Tübingen, mit dem damals ganz neuen Wahlfach Rechtsinformatik.
- 2005Meine erste eigene Chartsoftware für die Börse. 2008 eine größere, die bis heute läuft.
- 2016Maschinelles Lernen und neuronale Netze, trainiert auf Finanzdaten.
- 2020Informatikstudium neben dem Beruf, Bachelor 2023. Die Lockdowns sinnvoll genutzt.
- 2022Große Sprachmodelle. Die Maschine antwortet.
- 2024KI-Agenten als Kollegen auf Augenhöhe: Astra, TARS und andere.
- 2026Dieses Labor geht an Bord.
Was mich geprägt hat
Ich bin, zugegeben, ein Nerd. Diese Bücher und Filme haben mein Denken mehr bestimmt als jedes Lehrbuch. Fahr über einen Rücken.
Monty Python, Mass Effect, Dark City und WarGames stehen in der zweiten Reihe.
ARD · BR · ProSieben · Börse Online · Focus Money · Traders · Bücher
Auftritte als Börsen-, Finanzsoftware- und Cyber-Security-Experte. Das vollständige Archiv mit Datum und Thema folgt.
Offen für Vorträge, Beiräte und ausgewählte Projekte an der Schnittstelle von Recht, Finanzen und Code.
Schleuse öffnen →